3/01/2013

Logoentwicklung


Ich mache seit November 2011 ein Fernstudium zur Grafikdesignerin, davor hatte ich zwar schon in der Kunstabteilung Kenntnisse über Komposition, Gestaltung & Co bekommen. Allerdings waren meine Arbeiten damals noch nicht so ausgereift. Ich hatte noch keinen eigenen Stil, den begann ich erst im Laufe des Studiums zu entwickeln. Hier ein paar Tipps, was ihr beachten solltet beim Erstellen von Logos.


Meistens fange ich damit an einfach all meine Ideen auf ein Blatt zu kritzeln, zuerst wollte ich eher ein rundes Logo für den Blog (das in der Mitte). Aber irgendwie war das zu langweilig...
Deswegen suchte ich nach Inspiration, bei Vintage muss ich irgendwie immer an Spitze denken. Nach längerem suchen fand ich diesen Stoff aus dem Jahr 1911. Wenn ihr genauer hinseht werdet ihr die Blume im Muster wiederfinden. Auf die Frau bin ich durch alte Medaillons gekommen, ich habe sie einfach in Illustrator erstellt.


  • Kritzelt zuerst einmal drauf los, ihr müsst davor nicht Picasso sein, sondern solltet einfach nur die Form erkennen. Schriften kann man notfalls noch online finden, bei Dafont oder 1001fonts...

    Ihr solltet jedoch beachten, dss die Schriften Frei sind zum weiterverbreiten d.h. dort sollte "Free" stehen und nicht nur "Free for personal use". Denn Persönlicher Gebrauch heißt nur das ihr sie privat zum Beispiel für eine Einladung o.Ä. nutzen dürft.
    Sucht Inspiration in Büchern, Internet oder in eurer Umgebung wenn ihr ideenlos seid.

  • Gestaltet euer Logo eher minimalistisch als überfüllt. Achtet ebenfalls darauf das Linien immer von unten nach oben ansteigen. Denn dies vermittelt automatsich einen positiven Eindruck, abfallende Linien, vermitteln das Gegenteil.

    Testet es doch selbst mal aus und verdeckt mit euer Hand immer jeweils eine Form.


  • Ebenfalls wichtig ist das eurer Logo nicht kippt, sondern harmonisch ist. Natürlich sind die Beispiele jetzt hier alle sehr vereinfacht. Manchmal ist so Ungleichgewicht sogar gut, man muss sich nicht strikt an die Regeln halten. Jedoch signaisiert ein kippen (ein schwereres Element) Unsicherheit.


  • Nun kommen wir zu meinem Lieblingteil, den Farben. Es gibt Millionen aber manche passen ganz und gar nicht zueinander und wirken eher abschreckend. Jedoch kann man auch ganz gezielt mit Komplementärfarben spielen (Farben die sich im Farbkreis gegenüber stehen).

    Im Internet gibt es eine Menge Seiten die Farbkompositionen zusammengestellt haben, googelt es doch mal einfach oder probierts selbst aus.

    Mein persönlicher Tipp: Macht das Logo nicht zu bunt 1-3 Farbtöne reichen vollkommen aus. Und Schriftzüge könnt ihr immer noch in neutralem Grau/Schwarz machen.


  • Falls ihr ein professionell erstelltes Logo für eure Webseite haben wollt ohne die lästiges Pixelrauschen. Wäre es gut wenn ihr euch Illustrator zulegt, denn dieses Programm erstellt aus mathematischen Gleichungen Vektorzeichnungen. Jedoch da dieses Programm sehr teuer ist, ist Inkscape eine kostenlose Alternative.


Kommentare:

Ariane hat gesagt…

Wow, das ist wirklich ein sehr guter und informativer Artikel. Zu dem Thema würde ich gerne mehr lesen, weil ich mich nicht wirklich mit Grafikdesign auskenne, Dinge wie Logos oder Ähnliches aber doch immer ganz wichtig für den eigenen Blog sind. Ich werd gleich mal Leserin :)

Mademoiselle L. hat gesagt…

Guter informativer Post! Im Moment beschäftige ich mich extrem viel damit, da ich gerade ein neues Logo entworfen habe. ich habe jetzt nicht so auf die harmonie geachtet, aber dass mit den farben ist mein absolutes lieblings-territorium! Ich finde farben sind so faszinierend, und die ganzen farbkreise, dreiecke und andere farbdiagramme immer so toll! Es ist auch toll, wenn man im Baumarkt diese streifen mit den verschiedenen Farb-Nuancen mitnehmen kann, und die dann auch als inspiration nehmen kann. Ich mache alles mit Gimp, ist zwar nicht dafür gedacht, aber ich kann mir im Moment einfach kein Programm dafür leisten.

Die Idee von der Decke finde ich ziemlich gut, die Idee hab ich noch nie gesehen. Ich nehme meistens ein Bild aus dem Internet, und erstelle dann in Gimp "Pfade" um das Muster, bzw. die Form zu nehmen. Es macht Spaß :)
Aber Farben sind immernoch am tollsten...

Puha, das war ein ziemlich langer Text :D Ich muss noch viel lernen was das ganze Design und so angeht ;)
lg
Lili von REALIZE

marieluise hat gesagt…

Ein winziger Logo Design Crashkurs, wirklich schön. Gerne mehr in die Richtung.

Julia hat gesagt…

Danke für die tollen Tipps! Freu mich echt über mehr darüber! Deine Farbkombination find ich zusammen mit deinem Logo richtig harmonisch und ruhig :)
Liebe Grüße,
Julia

ÜberSee-Mädchen hat gesagt…

Ein wirklich toller, informativer Post! Bei meinem Header hat mir glücklicherweise meine Schwester geholfen, doch bei dir hört sich das so einfach an... Möchte mich auch etwas mehr in Photoshop etc. einarbeiten, mal sehen was daraus wird :)
Habe deinen Post übrigens in meinem Wochenrückblick, weil ich ihn so toll fand.

Lieben Gruß, Isabelle von www.übersee-mädchen.de

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